Ein junger Notfallprofil
- sureVIVE

- 7. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
das Profil von Hernâni Esteves Pinto
Mit 26 Jahren arbeitet Hernâni Esteves Pinto seit drei Jahren beim Ambulanzdienst Mendrisiotto. Er ist diplomierter Rettungssanitaeter und Pflegefachmann, eine Funktion, die klinische Kompetenz, schnelle Entscheidungsfindung und grosse Sensibilitaet im Umgang mit Patienten vereint. Sein Bericht bietet einen direkten Einblick in das Erleben des Notfalls aus erster Hand.
Wo ein Einsatz beginnt
Jeder Einsatz beginnt in dem Moment, in dem ein Anruf im Betriebssystem des Fahrzeugs eingeht:
„Der Einsatz beginnt mit dem Eintreffen des Anrufs auf unserem Computer, wo wir ihn annehmen, unser Fahrzeug eintragen und zum Einsatzort ausruecken“.
Bereits waehrend der Fahrt werden die Grundlagen des Einsatzes gelegt:
„Waerend der Fahrt beginnt man zu entscheiden, welche Taktik und Strategie angewendet werden“.
Diese kurze, aber entscheidende Phase ermoeglicht es dem Team, vorbereitet und koordiniert anzukommen.
Die Begegnung mit dem Patienten: Zuhoeren, Einschaetzen, Entscheiden
Vor Ort konzentriert sich alles auf die Person, die Hilfe benoetigt:
„Am Einsatzort naehern wir uns dem Patienten und den Angehoerigen, stellen uns vor und versuchen zu verstehen, was gerade passiert“.
Klinische Beurteilungen, die Bestaetigung oder der Verzicht auf spezialisierte Ressourcen sowie die Vorbereitung des Transports werden stets dem Zustand des Patienten und der Entwicklung der Situation angepasst.
Der Transport ins Krankenhaus schliesst den Einsatz ab:
„Der Patient wird ins Krankenhaus transportiert und dort dem Team der Notaufnahme uebergeben“.
Der schwierigste Teil: die Einschaetzung der Schwere
Fuer Hernâni Esteves Pinto gehoert zu den heikelsten Aspekten die korrekte Einschaetzung der Situation:
„Es besteht immer die Sorge, die Schwere des Zustands zu unterschaetzen“.
Ein komplexes Gleichgewicht zwischen schnellem Handeln und der noetigen Praezision, um die tatsaechliche Kritikalitaet zu erkennen.
Ein Einsatz, der im Herzen bleibt
Nicht jeder Einsatz ist von Schmerz oder extremer Dringlichkeit gepraegt. Manche bringen unerwartete Freude. Hernâni Esteves Pinto erinnert sich besonders bewegt an:
„Die Geburt eines reifen Maedchens in einem Asylzentrum… das war sehr schoen und erfreulich“.
Ein seltener Moment im Rettungsdienst, der oft mit schwierigen Situationen konfrontiert ist:
„Diesmal ging es um die Geburt eines Lebens und das war natuerlich sehr erfuellend“.
Ausbildung: ein Schritt-fuer-Schritt aufgebauter Weg
Der berufliche Weg von Hernâni Esteves Pinto beginnt mit der Ausbildung zum Gesundheitsassistenten:
„Nach der obligatorischen Schule habe ich vier Jahre als Gesundheitsassistent absolviert“.
Dies ermoeglicht ihm den direkten Einstieg ins zweite Jahr der Pflegeschule, die er in zwei Jahren abschliesst. Waerend dieser Zeit entsteht der entscheidende Impuls:
„Ich begann als freiwilliger Rettungssanitaeter zu arbeiten und erkannte, dass dies meine Zukunft sein musste“.
Nach dem Pflegeabschluss setzt er seine Ausbildung als Rettungssanitaeter fort:
„Ich hatte die Moeglichkeit, direkt ins zweite Jahr der Rettungssanitaetenschule einzusteigen… in zwei Jahren habe ich die Ausbildung abgeschlossen“.
Heute ist er ein Fachmann, der klinische Kompetenz mit operativer Faehigkeit verbindet und darauf vorbereitet ist, komplexe Szenarien zu bewaeltigen und schnelle Entscheidungen vor Ort zu treffen.
Ein Beruf zwischen Verantwortung und Menschlichkeit
Der Bericht von Hernâni Esteves Pinto zeigt, wie sehr der Beruf des diplomierten Rettungssanitaeters und Pflegefachmanns ein Gleichgewicht zwischen Technik, Reaktionsschnelligkeit und Sensibilitaet erfordert. Jeder Einsatz ist anders, jeder Patient bringt seine eigene Geschichte mit, und jeder Einsatz ist eine Gelegenheit, einen Unterschied zu machen.



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